Karfreitag in Griechenland | Μεγάλη Παρασκευή #Bräuche

Tief in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag (Μεγάλη Παρασκευή [megali Paraskevi]) wurde der Epitafios mit gesegneten Blumen geschmückt. Dieser steht am Karfreitag im Kirchenraum. 

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Der Karfreitag ist ein Tag der absoluten Trauer und des Fastens. Die Kirchenglocken läuten den ganzen Tag schwer und traurig. An diesem Tag sollte nicht gearbeitet werden. Man isst nur mit Wasser gekochte Gerichte und trinkt nur Wasser. Öl wird nicht konsumiert. Einige Gläubige trinken und essen an diesem Tag nichts.  


Im Karfreitagsgottesdienst wird symbolisch die Kreuzabnahme (αποκαθήλωση [apokathilosi]) und Grablegung Jesu dargestellt.

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Der Pfarrer nimmt das Abbild von Jesus Körper vom Kreuz ab. Der Leichnam wird danach in ein weißes Laken gehüllt und hinter dem Heiligen Tisch (Αγία Τράπεζα [agia trapesa]) platziert.  

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In einer Prozession wird am Abend der Epitafios durch die Gemeinde oder um die Kirche getragen. Die Gläubigen folgen mit brennenden Kerzen aus Bienenwachs. 

Das Wachs symbolisiert die Reinheit und Unschuld. Die Weichheit und Geschmeidigkeit der Kerze die Bereitschaft, Gott zu gehorchen. Die Flamme zeigt die Wärme und Liebe zu Gott. 

Während der Prozession singt der Kirchenchor Trauer- und Lobgesänge. Dieser Rundgang wird περιφορά [perifora] genannt. Er ist fester Bestandteil des orthodoxes Osterfestes und wird in ganz Griechenland zelebriert.

 

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Zurück in der Kirche heben vier Männer den Epitafio vor dem Eingang der Kirche hoch,  so dass alle Gläubigen unter ihm in die Kirche gelangen. So erhalten sie den heiligen Segen. Außerdem steht das symbolische Verbeugen für Demut. 

 

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