Aphrodite | Αφροδίτη – eine Kriegsgöttin? #5

Gaia (Erde) und Uranos (Himmel)  hatten viele gemeinsame Kinder. Uranos soll seine ersten Kinder mit Gaia – die Kyklopen und Hekatoncheiren – wegen ihrer Hässlichkeit nicht ausstehen können. Deshalb sperrte er sie in den Tartaros ein.

Daraufhin brachte Gaia ihre nächsten Kinder von Uranos – die 12 Titanen –  heimlich zur Welt. Der Titan Kronos ist der jüngste der 12 Titanen. Ihn veranlasste Gaia dazu, die Unglücklichen Kinder zu befreien und den Vater zu entmachten. Kronos tat, worum seine Mutter ihn bat und entmannte Uranos mit einer Sichel.

Aphrodites Geburt

Die Geschlechtsteile von Uranos fielen zusammen mit dem Blut und den Samen ins Meer. Das Blut und die Samen vermischten sich mit dem Meer und es bildete sich ein Schaum, aus dem Aphrodite, viele Jahre später, entstieg. Aphrodite nennt man daher auch oft „die aus dem Meer Aufsteigende“ oder „die Schaumgeborene“ – sie ist aus der Verbindung des Himmels (Uranos) mit dem fruchtbaren Leib des Meeres entstanden.

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„Geburt der Venus“ Odilon Redon, ca.1912

 

  „… rings erhob sich weißer Schaum aus unsterblichem Fleisch,
es wuchs eine Jungfrau in ihm empor,
sie nahte der heiligen Insel Kythera erst,
doch gelangte sie dann zum ringsumflossenen Zypern,
stieg dort schamhaft-schön als Göttin an Land, und die Wiese
grünte unter den zierlichen Füßen ihr auf. „Aphrodite“.“
(Hesiodos, Theogonia 190 f) „Aphrodite | Αφροδίτη – eine Kriegsgöttin? #5“ weiterlesen

Griechischer Bauernsalat | χωριάτικη σαλάτα

Mein persönlicher Favorit an heißen Tagen!
Den griechischen Bauernsalat hast Du bestimmt schon mal im Urlaub probiert. Bei meiner Oma gibt es diesen Salat vom Sommer bis zum Herbst täglich.
Probiere ihn mal selbst aus! Simpel-schnell-super lecker!

Zutaten für 2-3 Personen:

1 Gurke | αγγούρι
500 g Tomaten | ντομάτες
1 große rote Zwiebel  | κόκκινο κρεμμύδι
Kalamon Oliven, schwarz | ελιές καλαμών
Salz | αλάτι
Olivenöl | ελαιόλαδο
Oregano, griechischer | ρίγανη
optional: Feta | φέτα

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Artemis | Άρτεμις – Die Mondgöttin #4

Artemis ist die Tochter des Zeus und der Leto und Zwillingsschwester des Orakelgottes Apollon.
Sie war an erster Stelle eine jungfräuliche Jagdgöttin, die mit Pfeil und Bogen durch die Wälder zog und dabei von einer Schar Nymphen begleitet wurde.

Άρτεμη και Νύμφες. Loo, Jacob Van, 1654, λάδι σε καμβά Copenhagen, Statens Museum for Kunst.jpg
Artemis und Nymphen (Jacob Van Loo, 1654)

Artemis ist eine geschickte und zielsichere Jägerin. Viele Tiere sind ihr heilig, ganz besonders jedoch der Hirsch. Sie gilt auch als unnahbar und grausam. Ihre bekanntesten Attribute sind die goldenen Pfeile und der silberne Bogen, welcher ihr von den Kyklopen geschenkt wurde und auch die Mondsichel symbolisiert.

Die Göttin, die so viel Wert auf ihre Jungfräulichkeit legte, war ursprünglich eine Fruchtbarkeitsgöttin und wurde bei Hochzeiten oder Geburten angerufen. In der späten Zeit der griechischen Antike wurde sie auch als Göttin des Mondes verehrt. „Artemis | Άρτεμις – Die Mondgöttin #4“ weiterlesen

Ostersonntag in Griechenland | Κυριακή του Πάσχα #Bräuche

Am Ostersonntag (Κυριακή του Πάσχα) versammelt sich die ganze Familie.

Ab der Mitternachtsmesse am Karsamstag grüßen sich die Griechen 40 Tage lang mit „Christos Anesti“  („Christus ist auferstanden“), anstatt mit Guten Tag oder Guten Morgen. Darauf antwortet dann der Andere mit „Alithos Anesti“  („Er ist wahrhaftig auferstanden“).

Viele Familien fahren über Ostern in ihr Dorf aufs Land. Zum Frühstück gibt es das traditionelle Eiertischen und das leckere Tsureki (Osterbrot). Über mehrere Stunden hinweg wird am Spieß das Lamm gegrillt. Die Wartezeit verkürzt Kokoretsi, das ist ein mit Lamminnereien und Kräutern gefüllter Darm. Aber es wird nicht nur geschlemmt, sondern auch zu traditioneller Musik ausgelassen gefeiert.

Einige Griechen feiern zudem an diesem Tag ihren Namenstag:

Anastasia

Anastasios / Tassos

Paschalia

Paschalis

Anestis

Lambros

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Karsamstag in Griechenland | Μεγάλο Σάββατο #Bräuche

Am Karsamstag, den „Großen Samstag“ (Μεγάλο Σάββατο), bereiten die Frauen „Majiritsa“ (μαγειρίτσα) zu. Das ist eine traditionelle Ostersuppe aus Lamminnereien, die nach der Mitternachtsmesse auf den Tisch kommt. Gegenseitig wünscht man sich noch bis zum Abend „Kali Anastasi!“ (Gute Auferstehung).

Der Höhepunkt des griechisch-orthodoxen Osterfestes ist die Nacht von Samstag auf Sonntag. Feierlich gekleidet und mit der noch nicht angezündeten Osterkerze („Lambada“) in der Hand versammeln sich die Gläubigen vor und in den Kirchen. Kurz vor Mitternacht werden alle Lichter und Kerzen in der Kirche gelöscht und der Priester erscheint vor dem Allerheiligsten mit dem Heiligen Licht. Das Heilige Licht, das direkt aus Jerusalem eingeflogen und an die Kirchen verteilt wurde, wird weitergegeben und die Kirche durch die Kerzen der Gläubigen erleuchtet.

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das Heilige Licht – το Άγιο Φως

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