Hephaistos | Ήφαιστος – Der ungewöhnliche Gott #12

Hephaistos gehört zu den zwölf olympischen Götter und ist der Gott der Schmiede und Handwerker. Die Pfeile des Eros und die Rüstung des Ares sind sein Werk.

Eltern: Zeus und Hera

Funktion: Gott des Feuers und der Schmiedekunst

Symbole: Handwerkertracht, Hammer, Zange

Hephaistos Kunst

Hephaistos kam hässlich und schreiend auf die Welt. Seiner Mutter Hera gefiel er gar nicht, so dass sie ihn vom Olymp herunter auf die Erde warf. Sie wollte nichts mit ihrem Kind zu tun haben. Die Meernymphen fingen ihn auf und pflegten ihn. Bei ihnen lernte Hephaistos die Schmiedekunst und konnte ihnen so Schmuck fertigen.

Vielleicht war er nicht hübsch, mit Ruß und Rauch bedeckt, lahm durch seine verwachsenen Beine, verschwitzt durch seine Arbeit in den unterirdischen Werkstätten nah beim Erdfeuer, aber seine Arbeiten waren die Besten der Welt! Gerätschaften, Waffen bis hin zu den schönsten Gebäuden und Palästen – er konnte alles erschaffen.

Die Werkstätten des Hephaistos befanden sich unter dem Vulkanon auf Lemnos, wo die Zyklopen seine Schmiedegesellen waren. Weitere Gehilfen waren Bia (= Kraft) und Kratos (= Stärke).

Seine Kunst fällt auf im Olymp und er wird eingeladen zurück zu kehren. Zurecht lehnt er dies erst ab und nach vielem guten Zureden, erreicht dies erst Dionysos, der ihn mit Wein betrunken macht. Er versöhnt sich schließlich mit seiner Mutter Hera, die ihn fortan unterstützt. 

Zur Versöhnung beschloss Zeus, ihm Aphrodite zur Frau zu geben. Sie betrog ihn jedoch u.a. mit Ares. Diese Liebschaft bleibt Helios, dem Gott der Sonne, nicht verborgen und er verrät es Hephaistos. Dieser schmiedet ein unsichtbares magisches Netz – so stabil wie Eisen und so fein wie ein Spinnennetz – und befestigt es über dem Ehebett. Sobald er das nächste Mal unterwegs ist, so der Plan, soll die Falle zuschnappen. Die beiden Verräter (an seiner Ehe) sollen überführt und den olympischen Göttern zum Beweis vorgeführt werden.

Ares erscheint und das Netz fesselt die beiden, wie geplant.

Η Αιχμαλωσία της Αφροδίτης και του Άρη από τον Ήφαιστο.  Alexandre Charles Guillemot (1786-1831.jpg
Aphrodite und Ares von Hephaistos überrascht. (1827, Alexandre Charles Guillemot)

Hephaistos überführt die beiden und ruft die Götter, die bei dem Anblick in das sprichwörtliche „Homerische Gelächter“ ausbrachen. Daraufhin trennten sich Hephaistos und Aphrodite.

Etymologie des Namens Ήφαιστος (Ifestos)

«Ηφαίστειο» = Vulkan

α) aus dem altgr. Verb φάω (leuchten) – der Wissende

β) aus dem altgr. Verb ἅπτω  (anmachen, verbrennen)

γ) von Άφαιστος: Präfix α + φαιστός (leuchtend)

Mit Hephaistos endet unsere Mythos-Reihe des Jahres 2018. Schreib mir, ob sie dir gefallen hat und was du dir für 2019 wünscht.

Ich wünsche dir und deiner Familie Καλή Χρονιά!
Tα λέμε το 2019!

Quellen: Karl Kerenyi, Die Mythologie der Griechen Band https://de.wikipedia.org/wiki/Hephaistos
https://www.die-goetter.de/hephaistos-gott-des-feuers
http://mythenundmeinungen.blogspot.com/2013/10/hephaistos-gott-des-handwerks.html


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